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Visa und andere Grausamkeiten

In den letzten paar Wochen hat sich einiges getan. Ich weiß jetzt meinen Abflugtermin, war das Visum beantragen und hatte mein letztes Vorbereitungstreffen. Erzählen wir alles mal in chronologischer Reihenfolge:

1.: Das Vorbereitungstreffen
Das Treffen fand am 17.6. um 14 Uhr in Frankfurt statt. Für mich bedeutete das: Zurück von der Klassenfahrt, rein ins Abenteuer. Denn das sollte es wirklich werden. Total übermüdet, schlecht gelaunt, aber doch in einigermaßen freudiger Erwartung auf über 4 Stunden voller Informationen, wurde ich bereits um 9 Uhr von meiner übermotivierten Mutter aus meinen paradiesischen Traumen und wolkenweichen Federn gerissen. Bis ich das Richtige zum Anziehen gefunden (man darf ja nicht allzu negativ auffallen) und eine Schüssel Müsli in mich hineingewürgt hatte, fuhren wir in weiser Voraussicht bereits um halb 12 los. Wir führten zwar eine detaillierte Wegbeschreibung mit uns, aber sicher ist ja bekannterweise sicher. Zum Glück gab es, anders als erwartet, bei der fahrt leinerlei Probleme. Auch unser Ziel hatten wir gleich gefunden, was nicht zuletzt jedoch wohl eher dem Umstand zu verdanken war, dass es sich direkt neben dem Hauptbahnhof stand, der in jeder Stadt selbst für die orientierungslosesten Gemüter recht leicht zu finden ist, als unserem ja doch seeeeeeehr ausgeprägten Orientierungssinn (*hust*).Wir betraten den Veranstaltungsort, das Inter City Hotel, und wurden auch gleich von nicht zu übersehenden Bildschirmen zu den richtigen Räumen gelotst. Da diese jedoch gleich 3 an der Zahl waren, stellte uns vor das Problem, welcher denn nun, der richtige war. Der Umstand, dass 2 der Räume zu einem großen zusammengeschlossen waren, erleichterte uns das Raten zwar etwas, aber die Chance, dass wir einen falschen Raum erwischten, stand immer noch 50:50.Wir müssen so hilflos ausgesehen haben, dass es nicht lange dauerte und uns ein netter EF-Mitarbeiter in den richtigen Raum, nämlich die beiden zusammengeschlossenen, lotste. Von meinem geliebten Muttertier musste ich mich dort dann schließlich trennen, da Schüler und Eltern getrennt sitzen sollten; Eltern hinten, Kinder vorne. Es dauerte noch etwas, bis alle da waren. Derweil kam ich mit meinen Sitznachbarn ins Gespräch, die, oh wie wunderbar!, alle in ungefähr derselben Region untergebracht waren: Einer in Kansas, eine in Iowa, eine andere in Nebraska und sogar eine auch in Missouri.
Als der Vortrag begann, hüllte sich jedoch der ganze Raum in gespanntes Schweigen. Er wurde geleitet von einer hyperaktiven, doligen Frau, einer etwas ruhigeren Mitarbeiterin des EF Büros in Berlin und zwei ehemaligen Austauschschülern, einen großen dürren Mädchen und einem eher kleinen, etwas freakig anmutenden Kerl. Im Großen und Ganzen wurde uns hauptsächlich das erzählt, was schon in den ganzen Handbüchern stand, aber man kann ja nie genau wissen, ob die auch wirklich gelesen werden. Zum Schluss trennten sich Eltern und Schüler gänzlich, die Schüler besiedelten den freien Raum und wir konnten den Ehemaligen Fragen stellen. Diese erzählten uns von ihren Alkoholexzessen, von Partys und... von Metallern! Ja, es gibt tatsächlich Metal und seine Anhängerschaft in den USA! Herrje, war ich beruhigt.... Um ehrlich zu sein, konnte ich es nach dem Treffen kaum noch abwarten, endlich in die USA zu reisen! Und so fuhr ich mit meinem Muttertier und einem fröhlichen Lächeln auf dem Lippen viel zu spät wieder nach Hause, doch wen kümmerts.

2.: Der Visumsantrag - eine teure Angelegenheit

Nun, da meine Reise in die USA doch schon kurz bevorstand und ich jubelnd meinen Abflugtermin in den Händen hielt, der zwischen dem 31.Juli und 2. August liegen sollte, musste ich mir langsam auch die Erlaubnis von Herrn Bush, bzw. seiner Botschaft holen, überhaupt ein ganzes Jahr in seinem Land verbringen zu dürfen. Ich brauchte ein Visum. Wir riefen also die (mit 1,80€ pro Stunde verdammt überteuerte) Nummer der Botschaft an, um mir einen Termin geben zu lassen. der Termin fiel auf den 26.6. und wir waren sogleich 15 Euro los. Ein toller erster Eindruck der Botschaft. meine beste Organisation von allen hatte mir natürlich schon einen Betrag der fürs Visum fällig war, überwiesen, den zweiten in der Höhe von 80 Euro mussten wir überweisen und dann noch einige Formulare ausfüllen. Eins davon konnte nur im Internet ausgefüllt werden und musste dann schließlich ausgedruckt und unterschrieben werden. Leider stürzte mein Computer beim Drucken ab und ich stand da mim dicken Kopf.
Was nun?
Nochmal abschicken konnte ich es nicht, sonst würden die vielleicht skeptisch werden und denken ich will zwei Visa. Nichts tun war aber auch blöd. Wir müssten also, nachdem uns selbst EF nicht weiterhelfen konnte, erneut bei der furchtbar teuren Nummer anrufen. Nach etlichen Versuchen und etlichen unfreundlichen Personen am Hörer erfuhren wir endlich, dass wir das Formular genausogut vor Ort ausfüllen konnten. Wir machten uns folglich keine weiteren Gedanken darüber.
Am 26. war es dann endlich so weit. Ich musste nicht in die Schule, weil der Termin bereits um 10.30 war, und wir machten uns vorsorglich um 9 auf den Weg. Natürlich nicht ohne detaillierte Wegbeschreibung, die zu finden schon äußerst schwierig gewesen war, da es in Frankfurt 5 Straßen mit dem Namen derer gibt, in der sich die Botschaft befindet. Naja, immerhin mussten wir nicht extra nach Berlin fahren.
Der Weg bis zum Frankfurter Flughafen war auch tatsächlich kein größeres Problem, immerhin ist er unser jährliches Pilgerziel wenn Oma und Opa mal wieder in Kanada waren und abgeholt werden müssen. Und schwierig zu finden ist er nun wahrlich auch nicht. Erste Schwierigkeiten zeigten sich erst, als wie den Flughafen schon hinter uns gelassen hatten: Ein Missverständnis meiner leiben Frau Mutter und mangelnde Reaktionsschnelligkeit meinerseits führten dazu, dass wir eine Ausfahrt zu spät abfuhren und uns anstatt im Norden von Frankfurt plötzlich mitten in der Stadt befanden. Nun ist Frankfurt nicht gerade klein; ganz im Gegenteil: Es ist eher als gigantischer Irrgarten zu betrachten. So kam es auch, dass wir uns rein gar nicht zurechtfanden und schließlich anhalten und eine Briefträgerin um Rat fragen mussten.
Diese lotste uns brav zum Ziel. Es stellte sich heraus, dass meine unbezwingbare Intuition mal wieder vollkommen richtig lag - obwohl wir fast in einer Einbahnstraße stecken geblieben wären. Doch da Frankfurt fast so quadratisch wie Mannheim ist, ging mein Plan auf, die Einbahnstraße schlicht zu umfahren.
Letztendlich kamen wir um 11 vor dem Botschaftsgebäude an. Mein erster Eindruck vom Telefonat bestätigte sich erneut, als ich das von Maschendrahtzaun umringte Gebäude sah, und vor allem die Menschenmassen, die sich davor im Sauwetter des Jahres (es regnete in Strömen) tummelten. Mama fand auf Anhieb keinen Parkplatz und setzte mich so vor dem Gebäude aus, bevor sie einen suchen fuhr. Ich guckte mir diejenige der zwei Schlangen aus, die direkt zum Eingang führe (sie war natürlich die längste) und stellte mich an ihr Ende. Nachdem ich 10 Minuten gewartet hatte, würde mit jedoch gesagt, dass ich mich erst in die andere Schlange stellen müsse, zwecks Anmeldung. Ich tat das also und geriet zwischen zwei jung aussehende Damen, die sich als zwei weitere Austauschschüler herausstellten. Wir unterhielten uns gut und schließlich, kurz bevor wir mit dem Anmelden an der Reihe waren, kam sogar Mamilein und gesellte sich zu uns. Direkt vor mir war ein Mädchen an der Reihe, das bestimmt auch Austauschschülerin war, auch mit ihrer Mutter da. Diese wurde von dem Pförtner derart zur Schnecke gemacht, dass ich am liebsten auf dem Absatz herumgedreht wäre. Doch es gab kein Entkommen mehr. Der Pförtner war zu uns auch um einiges netter und so bekam ich eine Nummer, mit der ich zu einem Computer geführt werden sollte, um das fehlende Formular auszufüllen. Ich erinnere mich genau an meine Nummer: P 999 (Wie Psyclon Nine!! *_* ). Nun endlich konnte ich mich in der längsten der Schlangen anstellen. Um kurz nach 12 wurde ich dann endlich ins Gebäude gelassen. Sie nahmen mir nur meinen Schirm ab und den durfte ich wieder holen, wenn ich ging.
Die Halle, in die ich darauf geführt wurde, erinnerte mich stark an einen Flughafen. Lauter Schalter, Leuchtanzeigen und in der Mitte etliche Stühle. Ich fragte sogleich nach einem Computer, füllte das Formular aus und bekam endlich meine vollwertige Nummer. Leider waren meine beiden neuen Freundinnen schon längst verschwunden, also setzte ich mich zu anderem Grüngemüse, das auch sehr nett war und ebenfalls an Austauschprogrammen teilnahm. Ich wartete und wartete und wartete und kam schließlich dran, um meine Unterlagen abzugeben und setzte mich wieder hin. nach und nach waren meine 3 Gesprächspartner fertig und nur noch ich saß da.
Als eine der letzten würde auch ich aufgerufen, musste sagen, wo ich wohnen würde und würde mit der Äußerung, mein Visum würde mir in den nächsten Tagen zugehen, entlassen. Ich schaute auf die Uhr. Es war 2. Nur für diese eine verflixte Frage hatte ich 3 Stunden gewartet...
Letztendlich hat uns das Visum an die 100 Euro und einen Haufen Zeit und Nerven gekostet. Herr Bush, ich denke, damit habe ich es mit redlich verdient.
12.8.07 13:01
 


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